Frauen mit Eiern Teil 1: Kate Nash
Johanna01. September 2010, 17:15 Uhr
Allgemein - Musik - Wir sind Rubrikhuren
You don’t have to suck dick to succeed!
Wie wir inzwischen wissen, kann eine neue Rubrik ja nie schaden- und hiermit rufe ich mal wieder eine neue, temporäre Wannabe-Version einer solchen ins Leben, die dann wieder so lange weitergehen wird bis ich irgendwann vergesse, dass ich sie gegründet habe. Die Willkür, die auf diesem Blog herrscht, macht ihn ja hoffentlich nur sympathischer. Und der gepflegte Hipster weiß: All good things are wild and free.
Also, erstmal eine kleine Erklärung zu diesem Titel, der den ein oder anderen verstören mag. Wenn ich von “Frauen mit Eiern” rede, mein ich weder Frauen beim Frühstücken noch Frauen mit Hoden. Ich meine Frauen, die beweisen, dass sie imaginäre Coolness-Hoden haben, die einher gehen mit Mut zum unweiblich-Coolsein und damit der truesten Art der Coolness. Mit Mut zu Fäkalhumor, gewollten unsexy Auftritten (die meistens gerade deswegen sexy sind) und Norm-Brechen sowie Norm-Erbrechen. Das hier wird meine kleine Frauen-sind-die-härteren-Kerle-Feminismusrubrik.
Meine erste Preisträgerin in dieser Kategorie ist die süße, jedoch vitaminreiche Kate Nash. Warum hat sie also diesen noblen Titel verdient?
Die meisten kennen Kate Nash als eine süße, etwas moppelige Frau mit einem mega nervtötenden/bezaubernden Britischen Akzent. Für mich ist sie vor allem aus dem Grund viel mehr als das, weil ich sie bei Rock am Ring dieses Jahr live erlebt habe und sie mich einfach aus den abgelatschten Festivalschuhen gehauen hat. Diese Frau vergewaltigt ihr Klavier, kreischt und brüllt und benutzt die übelste Fäkalsprache, dass man denken könnte, ein vierzehnjähriger britischer Manchester-Hooligan steht da vor einem auf der Bühne. Das schaffen nur die aller, allerwenigsten weiblichen Solokünstler.
Einen weiteren Eierpunkt bekommt sie dafür, dass sie sich von der Musikindustrie nicht befehlen lässt, was für einen BMI sie zu haben hat. Wie ein echter Kerl bleibt sie einfach moppelig und ist trotzdem erfolgreich- und meiner Meinung nach tut das auch ihrer Sexyness absolut keinen Abbruch. Jeder Kerl der jetzt protestiert, bekommt 3 Eierpunkte abgezogen.
Den dritten Eierpunkt bekommt sie für ihr Songwriting, das einfach nur eins ist: ehrlich. Sie benutzt böse Wörter, wenn sie angebracht sind,benutzt keine bösen, wenn sie nicht passen. Ein schönes Beispiel ihrer Kentniss an Wörtern, die in Amerika augebeept werden, bekommt man mit diesem Auszug aus dem “Lied” “Mansion Song” aus dem aktuellen Album.
i fancy the hip rock ‘n roll scene-ster.
i wanna be fucked and then rolled over, ’cause i’m an independant woman of the twentyfirst century;
no time for nits, i want sex and abortuary.
i read glamour, and the guardian.
i like flowers, and i’m hardian.
i take cocaine.
i don’t give a fuck about her, i want your name.
i can get fucked like the best of men; like the best of men, like the worst of pain, inflicted on another young girl again.
Für mich ist diese Frau ein echter harter Kerl und ich glaube, wir würden wirklich gute Saufkumpels werden.








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