Schon vorher haben wir von der Star Wars Burlesque Show in Los Angeles berichtet, jetzt ziert das Foto des erotischen Stormtroopers auch die Haut eines geschmackvollen und humorvollen jungen Mannes.
Bevor ich in den Film gegangen bin, habe ich alles mögliche versucht, um mich davon nicht zu sehr hypen zu lassen (vor allem um eine zu große Enttäuschung zu vermeiden).
Doch bei den großen Namen fällt das verdammt schwer. Tim Burton. Alice im Wunderland. Johnny Depp als Mad Hatter… Eine bessere Kombination kann es doch garnicht geben…
Doch bei all den positiven Vorraussetzungen, gab es einiges zu bemängeln an diesem Film.
Diesmal kann ich keine Doppelpünktchen hinter “Quote of the Week” hinklatschen, weil ich tatsächlich nicht weiß, wer als erstes den folgenden schlauen Satz gesagt hat. Auch Google scheitert bei dieser Aufgabe. Doch Tatsache ist, dass dieser Satz wirklich geeignet ist zum drüber- philosophieren- vielleicht bringe ich es auch bei Gelegenheit mal in den Ethik- Unterricht ein. Es geht um ein Thema, das so alt ist wie die Zeit: Egoismus. Oder eine abgewandelte Form davon.
“Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht.”
Philosophische Auslegungen eurerseits sind gern gesehen. Wieso macht der Satz Sinn/ wieso nicht?
Wir alle haben uns sehr gefreut, als wir erfuhren, dass die Gorillaz ein neues Album herausbringen, und schwuppdiwupp ist auch schon das erste Video da, 3 Tage vor Erscheinen des Albums.
Diesmal ist das Video- gorillaz-untypisch- nicht komplett computeranimiert, sondern vermischt reale und animierte Einstellungen, was teilweise ziemlich gruselig und auf jeden Fall merkwürdig wirkt. Das Coolste an dem Video ist aber ganz klar der Gastauftritt von Bruce Willis, der hier seinem Namen mal wieder alle Ehre macht und damit mal wieder bewiesen hat, die coolste Sau auf diesem Planeten zu sein (trotz seiner unbekannten,jugendlichen Sünden).
Merkwürdig bleibt das Video aber trotzdem, was aber mit Sicherheit bewusst so geplant war, denn die Musik unterstützt das nur noch (oder umgekehrt). Auch wenn ich sagen muss, dass ich das Lied nicht so gut finde wie manch andere Gorillaz- Meisterwerke, ist dieses Video der Renner.
In unserer vom Kommerz geradezu verseuchten Welt ist Werbung etwas, an dem man nicht vorbeikommt: auf der Straße, bei der Arbeit, sogar auf dem Klo hat man keine Ruhe mehr davon. Passend dazu sind wir inzwischen abgestumpft und nehmen die meisten Werbeanzeigen und -spots gar nicht mehr richtig wahr. Und- man muss es ganz ehrlich sagen- das ist vom Inhalt her auch meistens kein Verlust.
Ganz selten findet sich mal ein Werbeplakat, das es wirklich schafft, unsere vom Konsum zugeballerte Birne zu erreichen, meistens ist der springende Punkt dabei der Schock. Denn heutzutage muss Werbung schocken, um wahrgenommen zu werden.
Und genau solche schockierenden Plakate, manchmal lustig, manchmal bitterernst und manchmal auch schon geschmacklos, hat diese Seite hier aufgezählt: 80 an der Zahl, alle auf ihre Weise auffällig und wert, angeschaut zu werden- trotz des Überflusses an Werbung oder gerade deswegen.
Wir hatten ja schonmal indirekt einen Quote von dem werten Herrn mit dem aktiven Gesichtsausdruck. Doch seine konstane poetische Ausdrucksweise zwingt mich geradezu, ihm noch einen Quote zu widmen. Und wenn ich ehrlich bin, kann man bei Adam Green eigentlich jedes Lied huldigen, denn seine Songtexte sind ebenso bescheuert wie genial, und verbunden mit der Ernsthaftigkeit, mit der er diese hilariösen Phrasen rüberbringt, macht das Gesamtpaket einfach phantastisch.
Das folgende Zitat ist die erste Strophe des Songs “Carolina” von seinem Album “Gemstones”.
Carolina, she’s from Texas
Red bricks drop from her vagina
Oh, her lips taste just like sunk ships
But her breasts taste just like breakfast
There’s her hand now on the cock sock
Filled with white tears from the thrift store
She’s an eyesore in her red dress
I’m the ghost of her deceased (…)
Hier nochmal das Video dazu, dass das oben beschriebene “Gesamtpaket” sehr gut widerspiegelt:
Die kitschigste Art, eine neue Band zu entdecken: In einen Musikladen stapfen, sich ganz nüchtern umsehen, und irgendwie die ganze Zeit zur Hintergrundmusik tanzen müssen, es bei längerem Zuhören phantastisch finden, den langhaarigen Mitarbeiter des Ladens um die CD bitten und dann beobachten, wie er sich unglaublich freut, dass sich jemand dafür interessiert.
Genau das ist Henri & mir gestern im Saturn passiert. Wäre das Ambiente nicht so Saturn-mäßig gewesen und stattdessen mehr so Kleiner-Independent-Plattenladen-mäßig, dann wär das ein richtiges Musikmärchen gewesen, so eine richtige Retroromanze.
Doch selbst in diesem Plastik-Saturn-Ambiente fühlte ich mich ein bisschen in eine andere Zeit versetzt, denn die Band, um die es sich hier handelt, klingt, als hätten sie in den 50ern gelebt und ihr Teufelszeug fabriziert und wären damals als Rock ‘n’ Roll-Satanisten verfolgt worden. Ich hätte nie gemerkt, dass diese CD von Kitty, Daisy & Lewis aus 2008 stammt und bin stattdessen davon ausgegangen, dass ich hier eine Perle aus der original Rock’n'Roll- Epoche ergattert habe.
Umso überraschter war ich dann, als ich im Auto in der CD-Hülle eine Myspace-Adresse fand. Jawohl, Kitty, Daisy & Lewis leben noch, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie sich nicht heimlich eine Zeitmaschine gebaut haben um ihre Platte im Memphis der 50er aufzunehmen.
Wie der Name schon sagt scheint Darmstadt nicht viel zu bieten. Der Verdauungstrakt Hessens kann nicht mit einer besonders ruhmvollen Bekanntheit aufwarten. Oder ist Darmstadt doch irgendwie ein ungeschliffener Diamant?
Mit diesem Thema setzt sich der Poetry-Slammer Tilman Döring- als Beitrag für das Projekt “nachts in Darmstadt” (was auch sehr empfehlenswert ist)- auseinander, der inzwischen auch schon irgendwie zur DarmstädterProminenz gehört. Ich persönlich durfte ihm und seinen Phrasen unter anderem schon auf Nonstock und in der Krone lauschen.
HENRI & JOHANNA
Geballtes Sexappeal. Beide 18 & Abiturienten. Seltsames Pärchen und beste Freunde. Wir sind all das, wovor die coolen Leute dich immer gewarnt haben.
Und außerdem...